Das Stadtgebiet Gummersbach ist im Laufe der Jahrhunderte aus 75 Ortschaften zusammengewachsen. Viele dieser Ortschaften sind als Siedlungen schon über 1.000 Jahre alt.
Ackerbau, Viehzucht und Handel prägten bis ins 19. Jahrhundert hinein das Leben der Einwohner. Seit dem Spätmittelalter waren daneben die auf einheimische Erzvorkommen beruhenden Eisenschmelzen und Hämmer ein lohnendes Gewerbe.
Nach einer tiefen Strukturkrise avancierte nach 1850 die Textilindustrie zum Motor der Industrialisierung. Sie nutzte vielfach die Wasserkräfte der früheren Hammerwerke zum Antrieb ihrer Maschinen und brachte der Wirtschaft einen starken Auftrieb. Der Anschluß des Gummersbacher Raumes an das Eisenbahnnetz zu Ende des 19. Jahrhunderts führte zur weiteren Belebung aller Wirtschaftszweige und förderte eine Verbreitung sowie Sicherung der Produktionspalette.
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Bis 1914 hatte sich Gummersbach zu einer Industriestadt in ländlicher Umgebung entwickelt, mit einem kleinstädtischen Zentrum und großen Industriedörfern entlang der Agger. 1857 erhielt Gummersbach, das 1808 durch die Zusammenlegung der Bauernschaften Gummersbach, Bernberg und Rospe zunächst eine Bürgermeistereigeworden war, die Stadtrechte. Bereits seit 1825 war es Sitz der Verwaltung des Kreises Gummersbach; auch nach der Bildung des Oberbergischen Kreises (1932) blieb Gummersbach Kreisstadt.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden Gummersbach im Jahre 1969 u.a. das Erholungsgebiet an Agger- und Genkeltalsperre sowie Siedlungsgebiete südlich der Agger, mit Wirkung vom 1.1.1975 große Teile der ehemaligen Gemeinde Gimborn zugeordnet.
Heute ist Gummersbach Kultur- und Wirtschaftsmittelpunkt, Einkaufsstadt und Dienstleistungszentrum des Oberbergischen mit einer Vielzahl von Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten |
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